Sie sitzt auf der Fensterbank und schaut. Nicht ins Leere, nicht verschlafen – sie schaut auf etwas, das nur sie sieht. Der Körper ganz still, aber diese Konzentration, diese Spannung – sie ist da.
Genau das ist der Moment, in dem ich als Malerin anfange.
Nicht beim Foto. Nicht bei der Fellfarbe oder der Größe der Ohren. Ich fange bei diesem Gefühl an – bei dem, was das Tier zeigt, wenn es ganz es selbst ist. Und genau das ist es, was ein handgemaltes Portrait von allem anderen unterscheidet.
Was ich sehe, wenn ich eine Katze male
Ich habe einmal eine Katze gemalt, die sehr gebannt irgendwo hin starrte. Im Foto war das kaum zu erkennen – eher ein neutraler Blick, nichts Besonderes.
Aber ich hatte beim Anschauen des Fotos dieses Gefühl: diese Katze ist gerade völlig woanders. Fokussiert auf etwas, das wir nicht sehen. Diese innere Anwesenheit bei gleichzeitiger Abwesenheit – das ist so typisch Katze.
Also habe ich genau das gemalt. Den Blick verstärkt, die Haltung zugespitzt. Das Bild zeigt nicht den Moment des Fotos. Es zeigt den Charakter dieses Tieres.
Ein Foto hält einen Bruchteil einer Sekunde fest. Ein Gemälde hält eine Persönlichkeit fest.

Warum ich immer zuerst die Augen male
Das klingt vielleicht ungewöhnlich – aber für mich gibt es keinen anderen Weg.
Die Augen kommen zuerst. Immer.
Nicht weil es technisch sinnvoller wäre, sondern weil ich die Verbindung brauche. Wenn mich die Augen auf der Leinwand anschauen, bin ich im Kontakt mit diesem Tier. Ich weiß dann, für wen ich male – und das verändert alles, was danach kommt.
Ich habe es anders versucht. Hintergrund zuerst, dann das Fell, dann die Details. Es hat nicht funktioniert. Es war als würde ich Gras malen.
Das klingt merkwürdig, ich weiß. Aber so arbeite ich – und ich glaube, genau das spürt man am Ende im Bild.
Warum „weiß“ nicht weiß ist – und warum das den Unterschied macht
Eine weiße Katze in Öl zu malen ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben, die es gibt.
Wer einfach weiße Farbe auf die Leinwand trägt, bekommt eine tote Fläche. Nichts davon lebt, nichts davon atmet. Dabei ist weißes Fell nie wirklich weiß – es geht ins Bläuliche, ins Rötliche, ins Warme, je nachdem wie das Licht fällt und welche Textur das Fell hat. Dasselbe gilt für schwarze Katzen: auch Schwarz besteht aus Schichten.
Das ist das, was ich meine, wenn ich sage, Ölmalerei kann Licht. Nicht durch Helligkeit – sondern durch das Zusammenspiel vieler Töne, die zusammen das Gefühl von Licht erzeugen.
Für dich als Auftraggeber bedeutet das: du siehst deine Katze. Nicht eine Katze, die ihr ähnlich sieht.

Wie das Portrait entsteht – von der Anfrage bis zum fertigen Bild
Ein Ölgemälde braucht Zeit. Das ist keine Ausrede, das ist der Prozess.
Zuerst grundiere ich die Leinwand oder das Holzboard – mehrfach mit Gesso, schleifen, trocknen lassen, wieder grundieren. Das ist die Basis für alles, was danach kommt.
Dann kommen, wie gesagt, die Augen. Und wenn die Verbindung da ist, arbeite ich mich durch das Bild – Schicht für Schicht. Ölfarben trocknen langsam. Die Trocknungszeit hängt von Temperatur und Leinöl-Anteil ab – das ist kein gleichmäßiger Prozess, den man einfach taktisch planen kann.
Wenn alle Schichten getrocknet sind – wirklich getrocknet, das kann Wochen dauern – versiegle ich das Bild mit Firniss. Das schützt die Oberfläche und bewahrt die Farben langfristig.
Lieferzeit: ca. 8 Wochen. Das ist kein Puffer – das ist der Prozess.
Welche Fotos ich brauche – und warum das wichtig ist
Ich arbeite nicht mit unscharfen Fotos.
Das klingt streng, aber der Grund ist einfach: Ich kann mir schlecht etwas „ausdenken“. Wenn ich Details erfinde, male ich nicht deine Katze – ich male eine Idee von einer Katze. Und das wäre weder fair dir gegenüber noch dem Tier.
Was ich brauche: ein Foto, das scharf ist, das Gesicht gut erkennbar zeigt – am besten auf Augenhöhe und bei gutem Licht. Der Blick muss erkennbar sein.
Was ich damit mache: das Foto ist der Ausgangspunkt, nicht die Vorlage. Ich interpretiere, verstärke, entscheide. Das Ergebnis soll nicht so aussehen „wie das Foto“ – es soll aussehen wie deine Katze.
Und ja – ich male nicht nur Katzen. Hunde, andere Haustiere, aber auch Wildtiere wie Löwen. Wenn du ein Portrait von einem anderen Tier möchtest, schau gerne auf meiner Tierportrait-Seite vorbei.
Für wen ein handgemaltes Katzenportrait das Richtige ist
Für dich selbst – weil deine Katze täglich da ist und mehr verdient als ein Handyfoto an der Wand. Ein Portrait zeigt, wer sie ist. Das fühlt sich anders an.
Als Geschenk – für Menschen, die ihre Katze wirklich lieben und die du gut genug kennst, um das zu wissen. Ein Tierportrait ist ein sehr persönliches Geschenk – es funktioniert, wenn es wirklich gemeint ist. Wenn du unsicher bist, ob es passt, gibt es auch die Möglichkeit eines Gutscheins.
Als Andenken – für Tiere, die nicht mehr da sind. Manche Anfragen kommen aus diesem Grund, und ich nehme sie genauso an. Ein Bild, das bleibt.
Was steckt hinter dem Preis
Ein handgemaltes Ölportrait kostet mehr als ein Fotodruck. Das ist so, und ich stehe dazu.
Dahinter stecken Tage Arbeit – nicht Stunden, Tage. Hochwertige Materialien: Leinwand oder Holzboard, Gesso, Ölfarben, Leinöl, Firniss. Mehrere Grundierungsschichten, mehrere Farbschichten, Trocknungszeit zwischen allem. Persönliche Abstimmung vor dem Beginn und Kommunikation während des Prozesses.
Massenhersteller können günstigere Preise anbieten, weil sie andere Prozesse und andere Maßstäbe haben. Das ist keine Wertung – es ist einfach ein anderes Produkt.
Wenn du ein Portrait möchtest, bei dem jemand wirklich hinschaut, ist das der Unterschied.

Das Portrait hängt – und deine Katze ist jeden Tag da
Irgendwann hängt das Bild an der Wand. Und du gehst daran vorbei – morgens, abends, wenn du nach Hause kommst.
Das ist für mich der eigentliche Moment. Nicht die Übergabe, nicht die Reaktion beim Auspacken. Dieser stille, selbstverständliche Moment, in dem das Portrait einfach da ist.
Wenn du Lust hast auf ein Portrait – schau einfach auf meiner Tierportrait-Seite vorbei. Dort findest du auch den Weg zu mir.